Am 25. September startet die Szeniale in der Heilig Kreuz-Kirche mit Ein- und Ausblicken auf das Festival 2026. Das Leitmotiv „Worauf wollen wir noch warten“ wird hierbei ebenso beleuchtet wie das Programm am folgenden Tag.
Mittelpunkt des Abends wird die Aufführung des Solo-Tanztheaterstückes WE WHO DO NOT BELONG (Wir, die wir nicht dazu gehören) von und mit SoKo Jena sein.
Das, Stück, das sich mit den emotionalen, politischen und spirituellen Aspekten der Zugehörigkeit in einer Welt auseinandersetzt, die von Vertreibung, Grenzen und sich wandelnden Identitäten geprägt ist und im Kern die Frage stellt, die tief mit dem Festivalthema resoniert: „Was tut ein Körper in Bewegung, wenn er nicht mehr warten kann – auf Sicherheit, auf Anerkennung, auf einen Ort, an dem er frei existieren kann?“
Das Stück schöpft aus SoKo Jenas simbabwischem Erbe und verwebt traditionelle Bewegungen, rituelle Praktiken, Atmung und Stimme mit zeitgenössischem Tanz und visuellen Projektionen. Durch diese Verschmelzung eröffnet die Performance einen viszeralen Raum, in dem persönliche und kollektive Geschichten aufeinanderprallen. „Ich benutze meinen Körper als Archiv – er trägt das Gewicht der Migration, die Narben rassistischer Gewalt und die stille Widerstandskraft derer, die weiterhin nach einem Ort suchen, an den sie gehören.“
„We Who Do Not Belong” spricht direkt die drängenden Themen der Gegenwart an: Migration, Rassismus, Identitätspolitik und die Realität von Körpern, die durch Systeme der Ausgrenzung verwundbar gemacht werden. Gleichzeitig handelt das Werk nicht nur von Schmerz. Es handelt von Beharrlichkeit, Vorstellungskraft und dem radikalen Akt, auf der eigenen Präsenz zu bestehen.
Die Performance entführt das Publikum in eine emotionale Landschaft, die zwischen Bruch und Widerstandsfähigkeit oszilliert und keine Lösungen bietet, sondern einen Raum des empathischen Zeugnisses.
Szeniale – Opening
25.09.26 / ab 18:30 Uhr
Heilig Kreuz-Kirche
Frankeplatz / Bochumer Str. 115
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Szeniale ist frei.


